Vergleich zweier Pellet-Alleinfutter (Zoonata vs. Altromin 1313) für Mäuse und Ratten von Heinz Frühauf.


1.0 Einleitung – Heinz Frühauf
„Da ich für meine Hobbyschlangenhaltung immer eine gewisse Menge Mäuse in hervorragender Qualität benötige, züchte ich diese seit vielen Jahren selbst.

Das Futter meiner Wahl seit vielen Jahren: Altromin 1313
Trotz Zufriedenheit mit diesem Futter gibt es einen Vermutstropfen – der Preis.

Auf der Suche nach Alternativen stieß ich auf das Futter von Zoonata. Einige Säcke, testweise verfüttert, gaben Anlass zu der Hoffnung ein hochwertiges Futter gefunden zu haben. Diesen eher subjektiven Eindruck wollte ich durch eine kleine Testreihe überprüfen. Die Durchführung, die Ergebnisse und das Resümee des Tests werden im Folgenden wiedergegeben.“


1.1 Material und Methodik

Für den Test wurden aus unserer bewährten Zuchtlinie weißer Mäuse je zwölf Zuchtansätze gebildet. Die Mäuse waren gerade geschlechtsreif und wurden in Ansätzen von je 1.4 zusammengesetzt.

Als Zuchtbox dienten handelsübliche Makrolonwannen mit Edestahlabdeckung. Die Trinkflaschen (0,5 l) bestanden aus Kunststoff mit Edelstahlnippel. Als Einstreu dienten entstaubte Weichholzspäne 0–4 mm.

Eine Zwölfergruppe wurde mit Altromin 1313, die andere mit Zoonata gefüttert. Zusätzlich zum dauernd verfügbaren Pelletfutter wurden täglich abends pro Zuchtansatz 30 g eines selbst gemischten hochwertigen Körnerfutters verfüttert. Dieses Körnerfutter bestand aus 33% Weizen, 33% Hafer, 33% Gerste und 1% Sonnenblumenkerne.

Darüber hinaus wurde zweimal wöchentlich getrocknetes, hartes Brot verfüttert.

Die Menge des Brotes bestand aus ca. einem Viertel eines Toastbrotscheibe. Gereinigt wurden die Käfige einmal wöchentlich, wobei auch die Wasserflaschen gereinigt wurden. Die Reihe lief vom 15.08.2009 bis zum 07.02.2010.


1.2 Ergebnisse

Folgende Tabelle gibt die Zahl der entnommenen Mäuse, sowie des gegebenen Futters in Kilogramm wieder. Es wurden zweimal wöchentlich Jungmäuse aus den Ansätzen entnommen. Der Übersichtlichkeit halber wurden aber immer mehrere Entnahmen zusammengefasst. Es wurde hierbei nicht nach dem Alter der entnommenen Mäuse unterschieden, da in beiden Gruppen gleich sortiert wurde.


1.3 Entnommene Anzahl Mäuse und Futtergabe in kg

Datum Futtergabe Altromin Futtergabe Zoonata entn. Mäuse Altromin entn. Mäuse Zoonata Besonderes
15.08.09 6 6
27.08.09 4,8 2,2 25 28
14.09.09 0 22
24.09.09 4,2 3,4 218 170
01.10.09 158 152
10.10.09 3,9 3,1 112 132
16.10.09 298 222 Kannibalismus

Altromin 1313

19.10.09 11 26
26.10.09 126 152
02.11.09 3,6 3,2 211 147 Kannibalismus Zoonata
09.11.09 150 144
16.11.09 3,0 2,4 122 134
23.11.09 152 160
30.11.09 2,8 2,4 131 139
07.12.09 83 72
14.12.09 3,1 1,9 126 141
21.12.09 117 105
28.12.09 2,8 2,7 80 69
04.01.10 176 98
11.01.10 1,9 2,2 57 107
18.01.10 44 59
25.01.10 2,6 1,9 116 120
01.02.10 39 49
07.02.10 53 38
Gesamt 38,7 31,4 2605 2486


2.0 Resümee

Wie aus der Tabelle ersichtlich lagen die absoluten Zahlen von entnommenen Mäusen bei Altromin und Zoonata sehr dicht beieinander. Statistisch signifikant war der Unterschied zwischen den beiden Futtern nicht. Hierdurch ergibt sich die Tatsache, dass in einem weiteren Vergleich ebenso gut Zoonata vorne liegen könnte.

Der Prozentsatz der mit Zoonata erzielten Jungtieren lag bei 95,4% im Vergleich zur Altromingruppe.

Im Vergleich mit Altromin benötigte die Zoonatagruppe aber nur 81% des Pellet-Futters.

Berücksichtigt man den erheblich niedriegeren Preis von Zoonata so reduzieren sich die „Produktionskosten“ pro Maus erheblich – auch für einen Hobbyisten ein wichtiger Punkt.

Bei der Überprüfung einiger Parameter (Gewicht, Fitness, Felldichte und Handzahmheit) konnte zwischen den Gruppen keine Unterschiede festgestellt werden.

Abschließend kann Folgendes gesagt werden: Bei dem hier angewandten Futter- und Pflegeregime konnten bei gleichbleibend hoher Qualität die Futterkosten deutlich gesenkt werden.

Für mich bedeuteten die Ergebnisse den sofortigen Umstieg auf Zoonata.